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Unsere Nachbarn in Kommern bilden mit gut 4000 Einwohnern den touristischen Mittelpunkt der Stadt Mechernich. Im historischen Ortskern finden alljährlich zahlreiche Touristen- und Freizeitattraktionen statt.

Portrait:
Zu Kommerns kulturhistorisch bedeutenden Bauten gehören die neugotische katholische Pfarrkirche Sankt Severin aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und die im Privatbesitz befindliche Burg. Von den vielen liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern ist das an der Kölner Straße 29 besonders hervorzuheben, denn mit der Datierung 1548 zählt es zu den ältesten Häusern der Region. Das überregional bekannte Rheinische Freilichtmuseum bietet einen architektonischen Querschnitt aus 500 Jahren ländlicher Lebens- und Arbeitsweise. Hautnahen Kontakt mit der Vergangenheit bietet auch das Besucherbergwerk "Grube Günnersdorf".

Doch fernab von Geschichte und historischen Bauten schätzen immer mehr Erholung suchende Gäste Kommern als Urlaubsort. Spaziergänge durch das Voreifeler Land garantieren Ruhe und Erholung. Belliebte Ausflugsziele in der unmittelbaren Nachbarschaft sind der Hochwildpark Rheinland, in dessen weitläufigen Gehegen Elche, Auerochsen und Muffelwild leben und die Burg Satzey mit ihren alljährlichen Ritterspielen

Geschichte:
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Kommern datiert aus dem Jahr 1229, als Graf Heinrich von Arenberg die Landesherrenrechte erwirbt. Über 500 Jahre bleibt "Cumbirne", so der keltische Name des Ortes, in den Händen der selben Familie. Ein Landschultheiß verwaltet den Besitz ab dem Jahr 1350 von der "Reichsfreyherrlichen Burg zu Kommern" aus. Unter französischer Besatzung um 1800 trägt der Ort im Eifelvorland den Namen "Mairie Commeren".

Bemerkenswert für das Ortsbild von Kommern ist, dass städtetypische Merkmale wie Stadtmauer, Tore, Gräben oder ein innerstädtischer Markt fehlen. Der Ort entwickelt sich entlang der Gielsgasse und der Hüllenstraße, die heute noch existieren. Haupterwerb der Bewohner ist seit dem 16. Jahrhundert der Abbau von Bleierz. Als die Nachbarstadt Mechernich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen Gleisanschluss bekommt, bedeutet das für Kommern jedoch den ökonomischen Niedergang. Diesem Umstand verdankt der Ort heute seine bis zu 400 Jahre alte charakteristische Form, zumal er von Stadtbränden und Kriegszerstörungen verschont geblieben ist.

Attraktionen:
Zu den wohl bekanntesten Attraktionen zählt das Rheinisches Freilichtmuseum. Hier erlebt der Besucher eine Zeitreise durch das Leben auf dem Lande des 15. bis 19. Jahrhunderts. Bauernhöfe, Windmühlen, Werkstätten, dörfliche Gemeinschaftsbauten – etwa 65 Gebäude aus den unterschiedlichen Regionen des Rheinlandes zeigen eindrucksvoll das Wohnen und Wirken der ländlichen Bevölkerung durch die Jahrhunderte.
 
 
Ein weiteres Highlighte bildet die "Erlebniswelt Eifeltor" mit ihrer Sommerrodel- und Quadbahn. Zahlreiche Einrichtungen, wie eine Minigolfanlage mit 18 Bahnen, ein Spielplatz mit Trampolin, elektrischer Schaukel und elektrischem Bagger sowie Rutschbahn, Sandkasten und Schaukel für die Kleinsten, bereiten der ganzen Familie viel Freude.
 
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Fotos: Freizeitinsel Sommerrodelbahn, MT/Agentur ProfiPress, Sommerrodelbahn, Kommern

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